Auftritte von Rappern „Kollegah“ & „Farid Bang“ finden nicht statt

(08.02.2017) Anlässlich der am 02. Februar 2017 getroffenen Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Rüsselsheim, die auf dem Hessentag 2017 stattfindende Rap-Night mit den Interpreten „Kollegah“ & „Farid Bang“ abzusagen, erklärt Matthias E. Janssen, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) Hessen:

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Hessen begrüßt, dass Rüsselsheim den Forderungen des LSVD und anderer zivilgesellschaftlicher Organisationen gefolgt ist und die im November getroffene Entscheidung bezüglich der Rap-Night erneut zur Diskussion gestellt hat. Die Stadt hat sich mehrheitlich gegen die frauenfeindlichen, homophoben und gewaltverherrlichenden Texte der beiden Rapper „Kollegah“ und „Farid Bang“ ausgesprochen und sich so für einen Hessentag entschieden, der für Weltoffenheit, Respekt und Vielfalt steht.

Wir als LSVD Hessen haben in unserem Schreiben an den Hessentagbeauftragten für eine inhaltliche Auseinandersetzung geworben und begrüßen es daher, dass der Oberbürgermeister der Stadt Rüsselsheim das Gespräch sucht und „Kollegah“ zu einer Diskussionsrunde eingeladen hat. Denn nur eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Diskriminierung wirbt für Respekt, Vielfalt und Akzeptanz in Rüsselsheim und in ganz Hessen.

Hintergrund

Der LSVD Hessen hatte sich im Dezember 2016 an die Verantwortlichen des Hessentages 2017 und an die Stadtverordneten gewandt und auf die Texte von „Kollegah“ und „Farid bang“ aufmerksam gemacht.

Anschreiben des LSVD Hessen an den Hessentagbeauftragten